2026. Im Auftrag der Antidiskriminierungsstelle des Bundes führt die GIM eine Online-Studie zum Thema Diskriminierung aufgrund psychischer Erkrankungen im Arbeitskontext durch.
Die Befragung wird als quantitative Online-Studie über qualifizierte und hochwertige Online-Access-Panels durchgeführt.
Befragt werden:
- Personen, die während ihrer Berufstätigkeit selbst eine psychische Erkrankung erlebt haben
- Personen ohne eigene Erkrankung, die Kolleg*innen mit psychischen Erkrankungen erlebt haben
- Beschäftigte ohne eigene Erkrankung und ohne entsprechende Erfahrungen im Kollegium
Ziel der quantitativen Studie ist es, Diskriminierungserfahrungen, Beobachtungen und Wahrnehmungen im Arbeitsalltag systematisch zu erfassen. Untersucht werden unter anderem das Zusammenspiel mit Kolleg*innen, das Verhältnis zu Vorgesetzten, Erwartungen am Arbeitsplatz, der Umgang mit Konflikten oder Schwierigkeiten sowie Erfahrungen im Krankheitsfall.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Frage, welche Unterstützung Betroffene bei Diskriminierungsfällen erhalten und welcher Bedarf an Hilfs- und Unterstützungsangeboten besteht.
Die Ergebnisse sollen fundierte Erkenntnisse zu Diskriminierungsrisiken im Arbeitsleben liefern und eine Grundlage für konkrete Handlungsempfehlungen in der Antidiskriminierungsarbeit schaffen.
Über den Auftraggeber
Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes ist die zentrale Beratungs- und Anlaufstelle der Bundesregierung für Menschen, die Diskriminierung erfahren haben. Grundlage ihrer Arbeit ist das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), das Menschen unter anderem vor Benachteiligung aufgrund von Herkunft, Geschlecht, Religion, Behinderung, Alter oder sexueller Identität schützt.
Die Antidiskriminierungsstelle berät Betroffene, informiert über Rechte und Handlungsmöglichkeiten, betreibt Öffentlichkeitsarbeit und initiiert Studien sowie Forschungsprojekte, um Diskriminierung in Deutschland sichtbar zu machen und strukturelle Benachteiligungen abzubauen. Ziel ist es, Chancengleichheit zu fördern und Diskriminierung in Gesellschaft und Arbeitsleben entgegenzuwirken.